Archiv für Januar 2008

Cause he gets up in the morning, And he goes to work at nine,

29 Januar 2008

And he comes back home at five-thirty,
Gets the same train every time.

Ersetzt „he“ mit „she“ und ihr habt mich: Von morgens um neun bis abends um fünf sitze ich jeden Tag an meinem höchsteigenen Schreibtisch in meinem Büro im Ångströmslaboratoriet und gewöhne mich ans Arbeitsleben. Statt Vorlesungen zu besuchen hab ich mir für die erste Hälfte des neuen Semesters eine Praktikumsstelle in einer Forschungsgruppe organisiert. Die Gruppe beschäftigt sich mit Spektroskopie mit weichen Röntgenstrahlen, und da liegt auch schon der Haken… Diese Strahlen gibts in brauchbarer Form nur aus Speicherringen (son Teilchenbeschleunigerding wie aus „Illuminati“ für die Nichtphysiker), und sowas gibts in Uppsala leider nicht. Also wird das Maxlab in Lund benutzt, das allerdings nur einmal ein paar Tage im halben Jahr (das heisst dann Strahlzeit). Die nächste Strahlzeit für unsre Gruppe ist leider erst Mitte April, wenn ich wegen zwei Vorlesungen mein Praktikum schon beendet habe. (mehr…)

Att åker skidor

23 Januar 2008

Schiiiiiiiiiiifoan! Hätt selbst nicht gedacht, dass ich tatsächlich irgendwann damit anfange, aber es macht Spaß! Ich schiebe gern die Ausrede vor, dass ich, wenn ich im Schwarzwald meine ersten Skiversuche unternommen hätte, mich gegen die Lacher meiner Klassenkameraden behaupten hätte müssen, die die gesamte Besatzung aller Skilifte sowie alle Skilehrer und Wettkampfteilnehmer der Region stellen. „Vanessa versucht Ski zu fahren“ hätte sich auf der Piste in Windeseile rumgesprochen und johlende Zuschauer hätten meine kläglichen Versuche mit Belustigung beobachtet, während sie einige schwungvolle, elegante Kurven um mich fuhren. (mehr…)

Schneewittchen ist tot, es lebe Roberto Blanco!

20 Januar 2008

Rot wie Blut, schwarz wie Ebenholz und weiß wie Schnee? Das war mal, heutzutage tragen Schweden nahtloses  Sonnenstudiobraun. Von frisch-gesunder Hellbräune bis zum Knackbraun, Typ rosa V-Ausschnitträger (männlich!), gibts (leider) alles auf der Strasse zu bewundern. Aber wer kann ein bisschen Sonne aus der Röhre übelnehmen, bei wochenlangem Dreckwetter, Regen, fünf Grad plus und Dunkelheit? Heute gabs tatsächlich zum ersten Mal seit ich wieder hier bin blauen Himmel. Aufkommende Winterdepressionen bekämpfe ich in meiner momentan freien Zeit mit viel Sport und Schwimmen (40 Bahnen, ein Kilometer, ich finde das ist ne Menge!), ausgedehnten Fikas, Schlussverkaufsshopping, Schlafen und ja, ich gestehe, ich war auch im Tussitoaster… Angeblich solls aber sonnig bleiben, was wir morgen gleich mit einem Ausflug in ein Skigebiet nutzen wollen (ja, Vanessa fährt Ski, seit morgen). Ab Dienstag wird der Ernst des Lebens wieder losgehen, mit einem Praktikum in einer Forschungsgruppe an meinem Institut, Details folgen.

Heima

9 Januar 2008

Gerade zurück von zwei Wochen Heimurlaub und reichlich melancholisch. Treibe mich, wie so oft, mit trauriger Musik und trüben Gedanken immer weiter hinein. Will damit aufhören, sobald ich mich hier einmal richtig da drüber ausgekotzt hab.

Erstens: Heidelberg ist mein richtiges Zuhause. Habe jetzt wieder deutlich gemerkt, dass ich mich da einfach sauwohl fühl und meine Leute da vermisse.

Zweitens: Schweden ist oberflächlich, nur auf Äusserlichkeiten bedacht, und ich werd laut Sophie zur Tussi deswegen (und sie hat recht!). Nie hatte ich es so sehr nötig, mein Selbstbewusstsein durch stylische Klamotten und Make-Up aufzubessern wie hier. Charlotte hat sich zu Recht beschwert, dass mein Blog vorwiegend von Mode handelt, darum gehts hier auch die ganze Zeit.

So, das reicht, jetzt: Focus on the good things! (mehr…)