Dritter Stop: Malmö, the Real Life

By vanessa84

Uppsala ist ja ein bisschen Heile Welt, echte Probleme scheints nicht zu geben. Malmö hat mehr schmutzigen Grossstadtcharakter, man könnte sagen, wenn Uppsala Heidelberg ist, dann ist Malmö Mannheim, nur statt Schokoladengeruch wie im Jungbusch hängt der Duft der Backfabrik in der Luft.

Saerún, ihr Freund und ich sind gestern mit Evelina auf eine total verbotene Leftwing-Party gegangen, wo wir erstmal schräg angeschaut wurde, weil wir die einzigen ohne Ring durch die Nase waren. Die gemietete Fabrikhalle soll wohl an ein besetztes Haus erinnern und ist mit niedlichen Totenköpfen und Anarchisten-Grafitties verziert. Besonders unterhaltsam war der Toilettenbesuch, bei dem ich einen echten „Punk“ beobachten konnte, wie er mit grösster Sorgfalt und viel Seife seine Hände wusch, seine Föhnfrisur zurechtlegte, die sicher nicht mit Ei und Bier gestylt sondern höchstens mit Antispliss-Spülung behandelt wurde, und dann auf seinen neuen Sambas, auf denen die Streifen noch ganz weiss waren, den Raum verliess. The Real Life, oder was?

3 Antworten zu „Dritter Stop: Malmö, the Real Life“

  1. Stefan sagt:

    In welcher Ecke warst du denn in Malmö ? Ich fand ja dort gerade die frische Meeresluft immer so toll und konnte in der gesamten Innenstadt keinen Müll auf der Straße entdecken, ich denke meine fotografische Dokumentation spricht für sich :)

  2. vanessa84 sagt:

    Ich hab mich nochmal von der Ähnlichkeit zu Mannheim überzeugen können – am Möllevångstorg siehts ziemlich genau aus wie in den Türkenvierteln Richtung Jungbusch in Mannheim. Ich find’s super, dass die Stadt nicht ganz so brav, sauber und ordentlich ist, sonder mehr lebt, wie zum Beispiel an genau diesem Platz.

  3. Stefan sagt:

    Komischerweise habe ich in der ganzen Zeit nur einen einzigen südeuropäisch bzw. türkisch anmutenden Menschen getroffen und das war der Mann in der Imbißbude (Gleichzeitig der einzige der kein Englisch konnte).

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