Geschafft. 205 Kilometer, zehn Tage, mehrere tausend Höhenmeter rauf und runter. Vorher dachte ich, die ersten zwei, drei Tage würden die schlimmsten werden und danach wären wir fit genug um den Rest ganz locker abzulaufen. Und wirklich: Als ich am vierten Tag total geschlaucht frühmorgens im Zelt aufwachte, schlug ich tatsächlich meinem Bruder vor, die Tour abzukürzen und zwei Tage darauf mit dem Zug nach Hause zu fahren. Die Vorstellung, noch so viele Kilometer immer noch weiter gehen zu müssen war in dem Moment einfach zu viel. Hinzu kam die Sorge darum, wann das nächste Mal etwas zu Essen eingekauft werden könnte, wo wir in der nächsten Nacht schlafen würden und wie weit der nächste Brunnen entfernd ist. Im Endeffekt haben wir zwar 1,5 Etappen geschummelt, sind mit dem Bus nach Freudenstadt gefahren um dort im Aldi einzukaufen und erst in Hausach wieder auf den Westweg zurückgekehrt. Aber dann haben wir es doch durchgezogen, jeden Tag um die 20km, einmal ganze 33km und als letztes Triumpf auf den Feldberggipfel und wieder runter. Bis wir schließlich, gestärkt von einer Nacht und sehr gutem Essen bei unsrer Oma, heute in Schönau einmarschierten. (mehr…)