Archiv für die Kategorie ‘Abenteuer’

Schwarzwald Westweg – Mit Herz zum Sterz

14 August 2009

Dienstag, 04.08.09 Pforzheim-Dreimarkstein 20,5 km

Es ist kurz vor ein Uhr, fast zwei Stunden später als geplant, als die Computerstimme im Pforzheimer Stadtbus die Haltestelle „Kupferhammer“ ankündigt. Die letzte Nacht noch in den Knochen, in der bis Spät der Besuch der Lieblingscousine gefeiert und begossen wurde, steigen wir aus und stehen vor der „Goldenen Pforte Pforzheim“, dem Startpunkt des Schwarzwaldwestwegs und unserer zehntägigen Wanderung. (mehr…)

Seltsam schöne Hügelfluchten

13 August 2009

Geschafft. 205 Kilometer, zehn Tage, mehrere tausend Höhenmeter rauf und runter. Vorher dachte ich, die ersten zwei, drei Tage würden die schlimmsten werden und danach wären wir fit genug um den Rest ganz locker abzulaufen. Und wirklich: Als ich am vierten Tag total geschlaucht frühmorgens im Zelt aufwachte, schlug ich tatsächlich meinem Bruder vor, die Tour abzukürzen und zwei Tage darauf mit dem Zug nach Hause zu fahren. Die Vorstellung, noch so viele Kilometer immer noch weiter gehen zu müssen war in dem Moment einfach zu viel. Hinzu kam die Sorge darum, wann das nächste Mal etwas zu Essen eingekauft werden könnte, wo wir in der nächsten Nacht schlafen würden und wie weit der nächste Brunnen entfernd ist. Im Endeffekt haben wir zwar 1,5 Etappen geschummelt, sind mit dem Bus nach Freudenstadt gefahren um dort im Aldi einzukaufen und erst in Hausach wieder auf den Westweg zurückgekehrt. Aber dann haben wir es doch durchgezogen, jeden Tag um die 20km, einmal ganze 33km und als letztes Triumpf auf den Feldberggipfel und wieder runter. Bis wir schließlich, gestärkt von einer Nacht und sehr gutem Essen bei unsrer Oma, heute in Schönau einmarschierten. (mehr…)

Wanderbar!

2 August 2009

Am Dienstag, den 4. August geht’s für meinen Bruder und mich in Pforzheim los, einmal quer durch den Schwarzwald, rund 230km in 10 Etappen, bis nach Hause, nach Schönau im Schwarzwald. Wer uns spontan etappenweise begleiten möchte kann sich an der Routenplanung der Wikipediaseite zum Westweg orientieren: Am Freitag ungefähr wären wir zum Beispiel auf der Hornisgrinde und am Mummelsee unterwegs. Dabei haben wir alles, was wir brauchen und übernachtet wird im Zelt, auf dem Campingplatz oder irgendwo im Wald. Spätestens am 14./15. August wollen wir in Schönau sein. (mehr…)

Fish, Fjords, fantastic views

20 Juli 2008

2 Wochen lang wandern, Zug fahren, jeden Tag Rucksack packen, nicht so oft duschen und Lachskotletts braten… Unser erstes Ziel: Der Rondane-Nationalpark in Zentralnorwegen. Der Versuch, den 2178 Meter hohen Rondslottet zu erklimmen musste nach 3 Stunden über Geröllfelder klettern abgebrochen werden, und ich bin froh, den fallenden Schnee und Graupel als Grund vorschieben zu können. Wir wurden gründlich nass, konnten aber den Rest des Tages in der bewirtschafteten Berghütte am Rondvassbu verbringen und uns an dem von einem bärtigen norwegischen Hüttenwirt (von uns zärtlich „Mr Bart“ genannt) entzündeten Kaminfeuer wärmen.

Die zweistündige Wanderung zurück zum Bus am nächsten Tag entschädigte für die abgebrochene Tour mit verschlungenen Pfaden durch niedrige Birkenwälder am Ufer eines reissenden Stroms und Aussicht auf einen Wasserfall. In Ermangelung einer Regenhose banden wir uns kurzer Hand Plastiktüten und Zeltplanen um, um uns vor dem Nieselregen zu schützen. Unsre sogenannten „Regenröcke“ wurden von den, von Kopf bis Fuss in teure, farblich abgestimmte Outdoor-Klamotten gekleideten, norwegischen und amerikanischen Wanderern mit abfälligem Grinsen kommentiert.

Nach einer Nacht im Zug war das nächste Ziel Bodø, von wo uns die Fähre nach Moskenes auf den Lofoten brachte. Da das Wetter in der folgenden Woche nirgend wo so schön wie auf den Lofoten war, blieben wir ganz sechs Nächte auf den Inseln und erwanderten Moskenesøy und Flakstadøy. Steile Hänge, tiefe Fjorde, der Kontrast zwischen dem ebenen Meer und denn hohen Bergen, das macht die besondere Schönheit der Lofoten aus. Dazu Sonne rund um die Uhr, da 150km nördlich vom Polarkreis gelegen. Besonders atemberaubend waren die Aussicht vom Reinebringen (470m.ü.M.), die Mitternachtssonne am verlassenen Strand von Bunes, der weiße Sand in Ramberg und die anstrengende, aber abwechslungsreiche Wanderroute von Nusfjord nach Nesland.

Raus aus dem schönen Wetter und rein in den Regen hieß es im Zug nach Trondheim. Zwei Tage Sightseeing und Generalüberholung im „größten Erlebnisbad Norwegens“ (pff….), bevor es über Nacht nach Oslo zurück ging, von da zum Flughafen Torp, mit Ryanair nach Bremen, dort drei Stunden Begeisterung über das billige Essen, dann weiter mit dem Zug nach Freiburg.

Fazit: Norwegen ist noch teurer als man sich vorstellen kann, die norwegischen Männer sind viel süßer und männlicher als die metrosexuellen Schweden (mmmmhhh, Vikinger!), und ich hab Muskeln! Im Ernst, es war wunderschön und ich hab in meinem Bruder auch wie erwartet die beste Reisebegleitung gefunden, die man sich wünschen kann. Gemeinsam haben wir Aussichten und Lachskotletts genossen und er hat dezent auf meine etwas weniger gute Kondition Rücksicht genommen (wieso zum Teufel, kann er, der auch nicht viel Sport macht, einfach so nen Berg hochrennen, während ich alle paar Höhenmeter anhalten und Luft schnappen muss?). Alles in allem ein großartiges Abenteuer!

Noch viel mehr Bilder und Impressionen gibt es hier.

Valborg!

3 Mai 2008

Heute mal interaktiv: Tagesschauvideo von Valborg.

Für uns war Valborg (der Tag vor dem ersten Mai) erstmal Kvalborg (die Nacht vor dem Tag vor dem ersten Mai – die Schweden wissen, wie man Gründe zum Saufen findet), dann Mittwoch morgen halb acht zum Fluss fahren, in die Sonne setzen und Sektfrühstück abhalten. Den selbstgebauten Floßen zuschauen und sich von der Sonne braten lassen, gegen Mittag weiter in den Park und erstmal ne Runde schlafen, dann zum Mützenschwenken und Frühling begrüßen (voll enttäuschend und superlahm!), weiter vors Unigebäude, dort im Park einem Chor zuhören, schließlich nach Hause und grillen in Kantorsgatan. Also eher das Rentnerprogramm, keine Sektduschen, nicht viel tanzen, mehr rumhängen. Aber war schön entspannt und nächstes Jahr hol ich alles nach was ich dieses Jahr ausgelassen hab.

Einige Impressionen auf meiner Flickrseite.

Glad Påsk!

15 April 2008

Ist zwar schon ne Weile her, verdient aber wirklich nen Eintrag. Ostern verbrachte Team-K wie schon die Vorweihnachtszeit sehr feierlich (ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal Ostern so zelebriert habe wie heuer). Am Samstag vor Ostern feierten Birte, Petra, Alice, Nicki und Nickis Freundin Astrid aus Stockholm und ich das Ende der Fastenzeit (einen Tag zu früh, ich weiss), mit einem Tag voller Schlemmereien (endlich wieder Süßigkeiten!), Eierbemalen und Spazieren gehen.

Ostersonntag fuhren wir mit Daniel, seinen Eltern und zwei Autos an die Ostsee, wo wir trotz Kälte zwischen Strand und Schnee ein gigantisches Picknick zu uns nahmen. Ein super friedliches, gemütliches Wochenende im trauten Kreis der Team-K-Family.

Die werten Damen v.l.n.r.: Alice, Nicki, Ich Birte und Alice, Petra.

Inzwischen ist Birte wieder nach Münster abgehauen und von Team-K ist nur noch ein trauriger Rest übrig… Es geht dem Ende zu, nur noch zwei Monate!

Dritter Stop: Malmö, the Real Life

30 März 2008

Uppsala ist ja ein bisschen Heile Welt, echte Probleme scheints nicht zu geben. Malmö hat mehr schmutzigen Grossstadtcharakter, man könnte sagen, wenn Uppsala Heidelberg ist, dann ist Malmö Mannheim, nur statt Schokoladengeruch wie im Jungbusch hängt der Duft der Backfabrik in der Luft. (mehr…)

Zweiter Stop: I hate to love bacon, but I love to love life!

30 März 2008

Die grossen dänischen Männer und die vergleichsweise niedrigen Alkoholpreise in Dänemark brachten mich ins Grübeln: Warum habe ich mir gerade für mein Erasmusjahr, in dem ich eigentlich Alkohol und Männer konsumieren sollte wie wild, ausgerechnet für Schweden entschieden, das Land mit den glaub ich zweithöchsten Alkoholpreisen?!

Bei Hanne wars witzig und wir pusteten Seifenblasen in die Fussgängerzone.

Erster Stop: Kleine Meerjungfrau

27 März 2008

Schon wieder auf Reisen, den ersten Besuch stattet ich Ildi ab, die ich vor zwei Jahren in Barcelona kennenlernte, als ich während meines Sprachkurs dort drei Wochen auf dem Gästebett bei ihrem Exfreund im Zimmer wohnte. Die junge Ungarin ist wieder einem Mann hinterhergezogen, diesmal nach Kopenhagen, wo es ihr auch mal wirklich gut zu gehen scheint. Wir verbrachten zwei Abende quatschend und ich einen Tag damit, ca 10 Stunden lang allein durch Kopenhagens Strassen zu wandern. Spontane Erkenntnisse über Dänen: Fahren rasend schnell Fahrrad, sprechen witzig, und eigentlich sind eh fast nur Deutsche in der Stadt unterwegs. Beim „Deutsche auf 10 Meter erkennen können“ lag ich bisher noch nie daneben, Jack-Wolfskin-Jacken, schlimme Jeans und Wanderschuhe auch in der Stadt sprechen Bände. Ich geb mir alle Mühe, selbst nicht deutsch auszusehen…

Wie auch immer, die Stadt gefällt mir und hat beim „Könnt ich mir vorstellen hier zu leben?“-Test zehn von zehn Punkte gemacht.

Gerade bin ich bei Hanne in Århus, Update folgt.

Lithuania twelve points. – La Lituanie douze points.

23 März 2008

„So kleine Länder da oben rechts irgendwo“ – viel mehr konnte ich bis vor Kurzem über Estland, Lettland und Litauen nicht sagen. Doch inzwischen bin ich erfahrene Baltikums-Reisende und kann einige Weisheiten von mir geben.cimg5730.jpg

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