Archiv für die Kategorie ‘Alltag’

Ansichten

9 März 2008

Daniel hat einige Bilder von Uppsala aus der Vogelperspektive hochgeladen, zum Beispiel unser geliebtes Wohnheim Kantorsgatann (der rote Pfeil zielt, wer hätte das geahnt, auf mein Zimmer):
ve-kg.jpg

Ein andres Bild, auf dem mein Büro im Ångströmslaboratoriet zu sehen ist gibts hier. Danke Daniel!

Pseudovoigt

18 Februar 2008

Ok, also das Ganze funktioniert so: Der Röntgenstrahl kommt durch den Spalt und trifft in einem Winkel Theta auf die Probe, wo er reflektiert wird. Der Strahl wird reflektiert und schliesst wieder den Winkel Theta mit der Probe ein. Das Licht fällt auf einen Detektor, der die Intensität aufnimmt. Unter verschiedenen Winkeln ist die Intensität unterschiedlich hoch und aus der Kurve, die sich ergibt, wenn man diese Intensitäten über den verschiedenen Winkeln aufträgt, kann man Rückschlüsse über Schichtdicke oder Oberflächenstruktur der Probe schliessen. Also kann man einfach gesagt mit etwas Licht etwas über den Aufbau des Stoffes rausfinden. (mehr…)

Sonntagnachmittag

18 Februar 2008

jagovandahls.jpg

by Cliff

Home, sweet home.

17 Februar 2008

Na, so richtig was Aufregendes zu erzählen habe ich nicht. Aber gerade sitze ich ganz entspannt an einem gemütlichen Sonntagabend bei Tee, Kerzenlicht und guter Musik in meinem warmen Zimmer, lasse das ruhige Wochenende ausklingen und fühle mich dabei rundum wohl. Den ganzen Februar und März teile ich mein Zimmer mit Sophie aus Australien und das klappt ganz wunderbar. Mein Praktikum ist etwas interessanter geworden – ich hab jetzt mein eigenes Projekt „x-ray diffraction on thin surfaces“, und bin schon voll der Pro im Umgang mit den Geräten. Abends kochen wir immer zusammen und am Wochenende wird gefeiert und alles Mögliche unternommen. So läuft mein Leben gerade dahin, und es tut mir eigentlich ganz gut, dass mal nicht so viel los ist. (mehr…)

Cause he gets up in the morning, And he goes to work at nine,

29 Januar 2008

And he comes back home at five-thirty,
Gets the same train every time.

Ersetzt „he“ mit „she“ und ihr habt mich: Von morgens um neun bis abends um fünf sitze ich jeden Tag an meinem höchsteigenen Schreibtisch in meinem Büro im Ångströmslaboratoriet und gewöhne mich ans Arbeitsleben. Statt Vorlesungen zu besuchen hab ich mir für die erste Hälfte des neuen Semesters eine Praktikumsstelle in einer Forschungsgruppe organisiert. Die Gruppe beschäftigt sich mit Spektroskopie mit weichen Röntgenstrahlen, und da liegt auch schon der Haken… Diese Strahlen gibts in brauchbarer Form nur aus Speicherringen (son Teilchenbeschleunigerding wie aus „Illuminati“ für die Nichtphysiker), und sowas gibts in Uppsala leider nicht. Also wird das Maxlab in Lund benutzt, das allerdings nur einmal ein paar Tage im halben Jahr (das heisst dann Strahlzeit). Die nächste Strahlzeit für unsre Gruppe ist leider erst Mitte April, wenn ich wegen zwei Vorlesungen mein Praktikum schon beendet habe. (mehr…)

Schneewittchen ist tot, es lebe Roberto Blanco!

20 Januar 2008

Rot wie Blut, schwarz wie Ebenholz und weiß wie Schnee? Das war mal, heutzutage tragen Schweden nahtloses  Sonnenstudiobraun. Von frisch-gesunder Hellbräune bis zum Knackbraun, Typ rosa V-Ausschnitträger (männlich!), gibts (leider) alles auf der Strasse zu bewundern. Aber wer kann ein bisschen Sonne aus der Röhre übelnehmen, bei wochenlangem Dreckwetter, Regen, fünf Grad plus und Dunkelheit? Heute gabs tatsächlich zum ersten Mal seit ich wieder hier bin blauen Himmel. Aufkommende Winterdepressionen bekämpfe ich in meiner momentan freien Zeit mit viel Sport und Schwimmen (40 Bahnen, ein Kilometer, ich finde das ist ne Menge!), ausgedehnten Fikas, Schlussverkaufsshopping, Schlafen und ja, ich gestehe, ich war auch im Tussitoaster… Angeblich solls aber sonnig bleiben, was wir morgen gleich mit einem Ausflug in ein Skigebiet nutzen wollen (ja, Vanessa fährt Ski, seit morgen). Ab Dienstag wird der Ernst des Lebens wieder losgehen, mit einem Praktikum in einer Forschungsgruppe an meinem Institut, Details folgen.

Studentische Fortbewegung unter widrigen Umständen

1 Dezember 2007

Erstes Stadium: Neuschnee

Geht eigentlich ganz gut. Solange man nicht versucht, eine Kurve zu fahren und dazu zu bremsen, denn dann bricht das Hinterrad aus. Aber meine Reifen haben verhältnismäßig guten Gripp und Schnee ist ja auch was Schönes! Und ein bisschen Adrenalin am Morgen hilft beim Aufwachen.

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Mit Eis, bitte!

18 November 2007

Ich sachs euch, hier ist Winter! Es hat beständig um die null grad, manchmal schneits, manchmal tauts, manchmal gefriert der Schneematsch. Zeit für mich, mir ne dicke Jacke zuzulegen und mein Rad winterfest zu machen. Radfahren auf Eis braucht etwas Übung (nie bremsen, nie Kurven fahren!), aber klappt auch schon ganz gut. Ab 4 nachmittags ist es stockdunkel draußen, aber ne neue Sorte Tee und eine Lichterkette verbreiten Gemütlichkeit, der Winter hier lässt sich glaub besser aushalten als erwartet.

Mir gehts momentan besser als je zuvor, fühl mich endlich richtig zu Hause hier und vermiss Heidelberg nur noch manchmal. Liegt vielleicht auch am Sport, dass ich irgendwie ausgewogener bin und weniger leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ich bin jedenfalls schon fast süchtig und freu mich aufs Sporteln morgen abend.

Hexen stehen immer zwischen Birken

25 September 2007

Ja, hab schon lang nichts mehr geschrieben, aber es ist auch nicht viel passiert… Sophie und Julian waren zu Besuch, was mich sehr gefreut hat, aber leider hatte ich wegen meinem großartigen Meteo-Referat über „Växthuseffekten“ wenig Zeit für die beiden. Am Freitag waren wir immerhin im Skansen-Park in Stockholm und haben Elche gesehen, aber keinen Vielfrass, waren also mäßig enttäuscht.

Am Wochenende hab ich meinem Bedürfniss nach Ruhe und meinem leeren Geldbeutel Folge geleistet und bin brav zu Hause geblieben, und hab vorm PC rumgegammelt. Vor lauter selbstauferlegter Melancholie hab ich das schöne Wetter draußen total übersehen und verpasst, dass es plötzlich noch mal ein paar Tage gold-herbstlich warm war statt spätherbstlich regnerisch-kalt. Ich hab mich nach Heidelberg gesehnt und bei einer Fika mit Julia aus Berlin stundenlang diskutiert, warum die Schweden nur alle so anstrengend aufgedresst und oberflächlich sind, und wo bitte die lockeren, netten Leute in ihrer Freizeit hingehen, da wo ich bisher aus war, waren sie nicht. (mehr…)

Studieren in Schweden

7 September 2007

Man könnte meinen, ich würde nur feiern und Geld ausgeben, deswegen hier mal ein Eintrag übers Studieren. Im Moment besuche ich zwei Blockkurse parallel, einmal Meteorologie (auf Schwedisch!), und zweitens Solid State Physics, was bei uns Ex 6 ist. Meteo ist eine Einführungsvorlesung, der Stoff für Physiker kein Problem und überraschender Weise schaffen wir zwei Heidelberger es schon ohne Probleme, den Ausführungen des Profs zu folgen. Ich bin echt froh, dass wir uns das zugetraut haben, anders kommt man hier nämlich ganz gut auch ohne Schwedisch aus und ich will ja auf gar keinen Fall in einem Jahr nach Hause kommen und die Sprache nicht gelernt haben. Und in zwei Wochen werden wir sogar ein Referat auf Schwedisch halten! Mit Hilfe meiner zwei Lieblingsmitbewohner wollen wir das durchformulieren und dann unser Bestes bei der Aussprache geben… Man darf gespannt sein!

Aber die richtige Überraschung ist Solid State… (mehr…)