Geschafft. 205 Kilometer, zehn Tage, mehrere tausend Höhenmeter rauf und runter. Vorher dachte ich, die ersten zwei, drei Tage würden die schlimmsten werden und danach wären wir fit genug um den Rest ganz locker abzulaufen. Und wirklich: Als ich am vierten Tag total geschlaucht frühmorgens im Zelt aufwachte, schlug ich tatsächlich meinem Bruder vor, die Tour abzukürzen und zwei Tage darauf mit dem Zug nach Hause zu fahren. Die Vorstellung, noch so viele Kilometer immer noch weiter gehen zu müssen war in dem Moment einfach zu viel. Hinzu kam die Sorge darum, wann das nächste Mal etwas zu Essen eingekauft werden könnte, wo wir in der nächsten Nacht schlafen würden und wie weit der nächste Brunnen entfernd ist. Im Endeffekt haben wir zwar 1,5 Etappen geschummelt, sind mit dem Bus nach Freudenstadt gefahren um dort im Aldi einzukaufen und erst in Hausach wieder auf den Westweg zurückgekehrt. Aber dann haben wir es doch durchgezogen, jeden Tag um die 20km, einmal ganze 33km und als letztes Triumpf auf den Feldberggipfel und wieder runter. Bis wir schließlich, gestärkt von einer Nacht und sehr gutem Essen bei unsrer Oma, heute in Schönau einmarschierten. (mehr…)
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Seltsam schöne Hügelfluchten
13 August 2009Sie ist weg, WEG, davor war es schöner allein zu sein.
15 April 2008Zwei Monate lang habe ich mein Zimmer mit Sophie aus Australien geteilt, doch jetzt ist sie weg, weg, und ich bin wieder allein allein… Ich konnte mir das vorher nicht vorstellen, aber das Zusammenleben hat ganz wunderbar geklappt und überhaupt nicht genervt. Wenn ich abends aus der Uni nach Hause kam war mein Zimmer immer schön warm, Kerzen brannten und gute Musik lief, Sophie hat am PC gearbeitet, dann haben wir zusammen gekocht. (mehr…)
Heima
9 Januar 2008Gerade zurück von zwei Wochen Heimurlaub und reichlich melancholisch. Treibe mich, wie so oft, mit trauriger Musik und trüben Gedanken immer weiter hinein. Will damit aufhören, sobald ich mich hier einmal richtig da drüber ausgekotzt hab.
Erstens: Heidelberg ist mein richtiges Zuhause. Habe jetzt wieder deutlich gemerkt, dass ich mich da einfach sauwohl fühl und meine Leute da vermisse.
Zweitens: Schweden ist oberflächlich, nur auf Äusserlichkeiten bedacht, und ich werd laut Sophie zur Tussi deswegen (und sie hat recht!). Nie hatte ich es so sehr nötig, mein Selbstbewusstsein durch stylische Klamotten und Make-Up aufzubessern wie hier. Charlotte hat sich zu Recht beschwert, dass mein Blog vorwiegend von Mode handelt, darum gehts hier auch die ganze Zeit.
So, das reicht, jetzt: Focus on the good things! (mehr…)
Hexen stehen immer zwischen Birken
25 September 2007Ja, hab schon lang nichts mehr geschrieben, aber es ist auch nicht viel passiert… Sophie und Julian waren zu Besuch, was mich sehr gefreut hat, aber leider hatte ich wegen meinem großartigen Meteo-Referat über „Växthuseffekten“ wenig Zeit für die beiden. Am Freitag waren wir immerhin im Skansen-Park in Stockholm und haben Elche gesehen, aber keinen Vielfrass, waren also mäßig enttäuscht.
Am Wochenende hab ich meinem Bedürfniss nach Ruhe und meinem leeren Geldbeutel Folge geleistet und bin brav zu Hause geblieben, und hab vorm PC rumgegammelt. Vor lauter selbstauferlegter Melancholie hab ich das schöne Wetter draußen total übersehen und verpasst, dass es plötzlich noch mal ein paar Tage gold-herbstlich warm war statt spätherbstlich regnerisch-kalt. Ich hab mich nach Heidelberg gesehnt und bei einer Fika mit Julia aus Berlin stundenlang diskutiert, warum die Schweden nur alle so anstrengend aufgedresst und oberflächlich sind, und wo bitte die lockeren, netten Leute in ihrer Freizeit hingehen, da wo ich bisher aus war, waren sie nicht. (mehr…)
Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist, spielt weiter, gebt mir volles Maß!
7 September 2007Ahhhh, Schweden, Land der guten Musik! Gerade komme ich von einem kleinen Konzert von Jens Lekman zurück, gewitzter Indie-Pop, und wir verstanden sogar in den Ansagen auf Schwedisch, dass Deutsche ja immer nur Brot und Fleisch essen. Morgen abend, nach einem Vorglühen bei irgendeiner Party, auf die jeder Seifenblasen mitbringen soll, gehts zu einer kleinen Club-Veranstaltung mit Tikkle Me live und danach Indie-Disco. Samstag ist im Konsert&Kongresshus freier Eintritt zu einer Klubbnatt mit mehrern DJs und zwei Floors. Und zu guter letzt hab ich mir ein Ticket für mùm aus Island geholt, am 27. November, juhuu! Wer mich begleiten will soll sich beeilen, die Flüge sind noch günstig und außer mùm gibst ja mich noch als Zugabe obendrein!
I just keep myself ready for the world.
1 September 2007Gerade habe ich mit Sophie gechattet, die sich auf den Weg macht die alte „Mr. Jones“-Physiker-Küchenparty-Gitarren- Clique um Pius, Heiko, Jörg etc in David Horschens WG wiederzutreffen, und da wurde mir gerade mal ein bisschen wehmütig ums Herz. Das waren schon tolle Zeiten, da bei Charlotte auf dem Küchenfußboden, oder bei meiner Geburtstagsparty, bei der es zwischen Pius und Sophie so richtig einschlug. Und jedes Mal, wenn auf der Gitarre die ersten Akkorde erklangen und David mit Inbrunst sein „Pass me a bottle, Mr Jones!!“ von sich gab wollt ich vor Glück alle gleichzeitig umarmen.
Freiheit!
27 August 2007Davon ein bisschen konnte ich am Wochenende genießen. Thimna und ich haben Samstag Mittag spontan unser Zeug gepackt und sind losgewandert, immer am See entlang, über verschlungene bis komplett verschwundene Pfade, durch lichte Wälder, an Traumstränden. Zur „Perfekten Halben Stunde“ vor Sonnenuntergang waren wir auf einem Felsen einige Meter über dem Wasser und über den Wipfeln der Bäume. Zum Einbruch der Dunkelheit hatten wir ein Plätzchen für unser Zelt auf einer Halbinsel gefunden und auf runden Felsen, die wie Walrücken im Wasser liegen, das letzte Abendrot und ein Vesper genossen. Nach dem Aufstehen und einem Bad im See sind wir weitergelaufen, und weil die Wanderwege ein Ende hatten, ein Stück weitergetrampt bis nach Märsta, von wo wir dann eine fast ebenso schöne Strecke in einem Wald voller Pfade und Blaubeeren nach Sigtuna liefen.
Ausflug zum See – Nachtrag zum 4. August
14 August 2007Heute wunderschönstes Sommerwetter, ein See wie aus einem schwedischen Bilderbuch, der Duft von Wald in der Luft, gelegentlich vobeischwimmende Enten und platschende Fische. Ich saß auf einem warmen Stein in der Sonne und konnte die Füße ins laue Wasser baumeln lassen. Ein grandioses Picknick und schlafen in der Sonne. Zum ersten Mal seit langem war ich wirklich entspannt. Ohne schlechtem Gewissen, weil ich noch Theo lernen müsste und ohne eine riesige To Do-Liste im Kopf. Die Zeit vergehen lassen, ganz ohne Stress.
Ich kanns immer noch nicht ganz fassen. Das heute an dem See, das war wie als hätte ich es mir aussuchen dürfen. Da hat einfach alles gestimmt, die Sonne, die Luft, das Wasser. Riesige Libellen und ein Rabe, der circa 1 Meter an meinem aus dem Wasser schauenden Kopf vorbeiflog als Bonus dazu. Und sogar den großen Stein, auf dem man so gut sitzen kann, haben sie extra für mich aufgewärmt und da hin gelegt! Wahnsinn!
Ich hab wirklich Glück mit dem Leben. Verstehs nicht so ganz, wie alles immer genau so kommt, wie ich es mir wünsche. Ich will nach Island, auf einem Bauernhof arbeiten – es wird die schönste Zeit meines Lebens. Ich möchte Physik in Heidelberg studieren – Inzwischen bin ich cand. rer. nat.. Ich will Spanisch lernen und Barcelona sehen – ich hab einen super Sprachurlaub in Barca. Ich will nach Schweden zu meinem Erasmus-Jahr – man lässt mich nicht nur entgegen meiner Erwartung zu, es verspricht auch schon wieder großartig zu werden.






