Archiv für die Kategorie ‘Island’

Heima

9 Januar 2008

Gerade zurück von zwei Wochen Heimurlaub und reichlich melancholisch. Treibe mich, wie so oft, mit trauriger Musik und trüben Gedanken immer weiter hinein. Will damit aufhören, sobald ich mich hier einmal richtig da drüber ausgekotzt hab.

Erstens: Heidelberg ist mein richtiges Zuhause. Habe jetzt wieder deutlich gemerkt, dass ich mich da einfach sauwohl fühl und meine Leute da vermisse.

Zweitens: Schweden ist oberflächlich, nur auf Äusserlichkeiten bedacht, und ich werd laut Sophie zur Tussi deswegen (und sie hat recht!). Nie hatte ich es so sehr nötig, mein Selbstbewusstsein durch stylische Klamotten und Make-Up aufzubessern wie hier. Charlotte hat sich zu Recht beschwert, dass mein Blog vorwiegend von Mode handelt, darum gehts hier auch die ganze Zeit.

So, das reicht, jetzt: Focus on the good things! (mehr…)

Dancing Behind My Eyelids

3 Dezember 2007

Ahhh, Island! Wäre ich Musikjournalist, müsste ich mit Elfen und Trollen anfangen, um meinen Bericht vom múm-Konzert in Stockholm letzten Dienstag gebührend einzuleiten. Bin ich nicht, deswegen einfach so: WAAAAHNSINN!konzert.jpg

Im kleinen Klub „Debaser“ in Stockholm gings gemütlich und familiär zu, im Publikum wie auf der Bühne. Die drei isländischen Bands teilten die Musiker, und oft waren auch einfach alle 16 auf der Bühne. Bei der ersten Vorband „Mr Silla and Mongoose„, war ich zu aufgeregt und zu besorgt, die múm-Stofftaschen könnten vor Ende des Konzertes ausverkauft sein, um wirklich zuhören zu können. Stattdessen pflegte ich am Merchstand meine Isländisch-Kenntnisse mit den Leuten der zweiten Vorband, „Seabear“. Über ein „Takk fyrir“ und „bless bless“ kam ich allerdings leider nicht hinaus. Ich hab mehr denn je das Bedürfnis, richtig Isländisch zu lernen, mit meinem Gemüsevokabular kann man leider nicht viel anfangen. Gulrætur!

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Nur an Musikfreaks: Oh, Island!

25 September 2007

Oh, ich würd ja so gern, so gern. Aufs beste Festival der Welt in der krassesten Stadt der Universums im schönsten Land auf diesem Planeten gehen. Aufs Iceland Airwaves. Anwesend sind nicht nur alle guten isländischen Bands (fast alle – Sigur Ròs fehlt), sondern auch der Rest des Berliner Morr-Music-Label in Erscheinung von Lali Puna, Tied and Tickled Trio (übrigens auch bald in HD), etcetera pp. Zur Ergänzung noch Bloc Party und jede Menge internationale Bands obendrauf. (mehr…)

Iceland Summer 2004

3 September 2004

I feel as if Iceland is not a part of the real world but more like a soap-bubble, shimmering and sparkling and closed to itself. Time passes and things happen like in a sweep or in a stream of consciousness and I feel as if I was standing beside myself watching all this what happens without being able to take it in. People meet each other, get friends, go away again; we see this beautiful countryside through the windows of our fast driving car, our brains flushed by this brainwashing music, the beauty of the lanscape and the speed of the movement. On one evening there are happening so many things that it feels as if it was the memory of many days when you think about it later. But at the same time, weeks and months pass by in this unbelieveble speed and one blink of your eyes is enough time to let 2 months go by. I feel like intoxicated or drunk, wehn this time-loops appear and you can’t realize what you do while you’re doing it but only after, in your memory. Time is a fast-forwarded tape. We are aware of everything what is on this tape but we can’t catch the present.

And the sky and the light! How can anyone think this is reality when it is shining in this unreal, silver light, a silhouette in front of an uncomparable beautifull sky! Perhaps this is the reason why we foreigners are apart from the Icelandic people. They take this beauty as a given thing, they took it in long time ago and they can’t understand why we are so stunned about it.

Island Sommer 2004

3 September 2004

August und September 2004 arbeitete ich auf einer Gemüsefarm in einem Dorf in Island. Nachdem ich wiederkam schrieb ich folgenden Text:

[den Anfang hab ich mal zensiert, so schlechte Einleitungen gehören verboten...]

‚Wir’… da ist es… das, was meine Zeit in Island so unvergesslich gemacht hat… all die tollen Leute, die ich kennen gelernt und die tiefen Freundschaften, die ich geknüpft hab. Freunde, mit denen ich zwei Monate lang jeden Tag verbracht und mit denen ich Island erfahren habe. Der wichtigste Faktor für mich, deswegen muss ich aufpassen, dass der Bericht nicht zu sehr zu einer Charakterisierung meiner Freunde wird, das ist wahrscheinlich nicht, was ihr erwartet. Deswegen nur ein kurzer Überblick, damit ihr wisst, wer mit „Wir“ gemeint ist. Meine drei engsten Freunde sind Evelina (Schweden), ihre Freundin Saerùn (halb schwedisch, halb isländisch) und Magnus (Norwegen). Mit ihnen bin ich fast jedes Wochenende losgezogen. Aber auch unter die Woche hab ich zumindest die Mädels fast jeden Abend in dem Haus besucht, in dem sie mit drei andern Arbeitermädels aus Schweden und Finnland gewohnt haben. Sonst gab’s noch Hanne aus Dänemark, die auf einer Eierfarm gearbeitet hat und ein paar deutsche Leute und nicht zu vergessen Johannes, der Sohn vom Chef der Mädchen und der einzige Isländer, mit dem wir uns näher angefreundet haben. Er hat ein Appartement in Reykjavik, was wahnsinnig praktisch sein kann, wenn man in Islands einziger wirklichen Stadt feiern gehen will. (mehr…)