Archiv für die Kategorie ‘Leben!’

Es ist vorbei, bye, bye Junimond

18 Juni 2008

Wieder in Deutschland! Vor ca 14 Stunden bin ich in Freiburg aus dem Zug ausgestiegen und hier bin ich: mit ein bisschen Sehnsucht, einem kleinen Schweden-Schaden und dem Fluchtplan in der Tasche gehts mir doch ganz ausgezeichnet auf heimischem Boden. Die ersten melancholischen „was mach ich bloß mit dem Sommer“-Gedanken konnte ich beim Flugticket-Buchen überwinden: am 3. Juli gehts für meinen Bruder und mich für zwei Wochen nach Norwegen. Ab in den Wald ist die Devise, per Interrail möglichst weit nach Norden und bleiben wo’s gefällt. Ich träume vom Fische angeln, Beeren sammeln, Pilze finden und in glasklaren Bergbächen baden, bin aber realistisch genug, ausreichend Fertiggerichte einzupacken. Werd euch natürlich hier im Blog auf dem Laufenden halten. (mehr…)

Forschernatur

24 März 2008

Mein Praktikum bei der Forschungsgruppe im Ångströmslaboratoriet ist ja eigentlich beendet, uneigentlich werd ich aber trotz Vorlesungen weiterhin das Büro benutzen dürfen und gelegentlich im Forschungskorridor vorbeischauen, da ich gemeinsam mit meinem Supervisor ein Paper über unsre Ergebnisse schreiben werde, dass wir in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlichen wollen (also alle eifrigen Leser des „Journal of Applied Cristallography“ Augen nach meinem Namen offenhalten!). Wenn das echt was wird fänd ichs klasse und würde mich noch wichtiger fühlen! (mehr…)

Was ein Wochenende…

29 Oktober 2007

Jedem Eintrag übers Studium folg ein Eintrag über Freizeitlaunen… Soll schließllich alles schön ausgewogen sein, mein Leben und so.

Vorletztes Wochenende musste ich für die Klausur pauken und habe die Wohnung nicht verlassen, das wurde dieses Wochenende schön ausgegelichen.

Angefangen am Freitag: 7 Uhr morgens aufstehen und in die Uni radeln, zwei Stunden Vorlesung. Danach schnell zum H&M, ne Jogginghose kaufen, denn ja, ich mache jetzt Sport! 12 Uhr „Spinning“ im Fitnessstudio, ich weiß ihr werdet alle lachen und mir meine Hasstiraden auf Fitnessstudios vorhalten, aber es hat sogar Spaß gemacht! Ich war total am Arsch, aber ich habs durchgezogen und mich endlich mal richtig ausgepowert. (mehr…)

Fotoshooting

21 Oktober 2007

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Unser unglaublich schwedisches „Bandfoto“, mehr gibts auf meinem Flickr-Account.

dsc_9354-kopie.jpgVielen Dank an den Fotografen Cliff!

Freiheit!

27 August 2007

Davon ein bisschen konnte ich am Wochenende genießen. Thimna und ich haben Samstag Mittag spontan unser Zeug gepackt und sind losgewandert, immer am See entlang, über verschlungene bis komplett verschwundene Pfade, durch lichte Wälder, an Traumstränden. Zur „Perfekten Halben Stunde“ vor Sonnenuntergang waren wir auf einem Felsen einige Meter über dem Wasser und über den Wipfeln der Bäume. Zum Einbruch der Dunkelheit hatten wir ein Plätzchen für unser Zelt auf einer Halbinsel gefunden und auf runden Felsen, die wie Walrücken im Wasser liegen, das letzte Abendrot und ein Vesper genossen. Nach dem Aufstehen und einem Bad im See sind wir weitergelaufen, und weil die Wanderwege ein Ende hatten, ein Stück weitergetrampt bis nach Märsta, von wo wir dann eine fast ebenso schöne Strecke in einem Wald voller Pfade und Blaubeeren nach Sigtuna liefen.

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Menschen, Bilder, Emotionen

25 August 2007

Nanu, Freitag abend und ich bin nicht auf der Piste? Naja, kommt vor, vor allem, wenn man mitten in der Orientierungswoche ist und eine internationale Party die andre jagt… Heute musste ich mich auf jeden Fall dringend von der gestrigen Kneipentour erholen, oh man, hab ich viel Geld ausgegeben… Und wenig geschlafen…

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Mein Wohnheim oder „Wo ist der Wäscheständer?“

15 August 2007

Heute der erste ruhige Abend in meinen zwei Wochen hier in Uppsala. Und endlich Zeit, euch ein bisschen zu erzählen, wie ich hier so lebe. Mein Wohnheim heißt Kantorsgatan und ist etwas nord-östlich vom Stadtzentrum, ca. 10 Minuten mit dem Rad entfernt. Zwar immer noch nicht wirklich zentral, aber kein Vergleich zu Kirchheim… Hier leben um die 1000 Studenten, trotzem ist es ruhig und ganz gemütlich. Mein Zimmer ist ziemlich groß, ca 19qm, mit eigenem kleinen Bad mit Toilette und Waschbecken, die Dusche teile ich mir mit vier andern, genauso die Küche. Kantorsgatan bedeutet auf jeden Fall eine Verbesserung meiner Wohnsituation, obwohl ich am Anfang von Linoleum-Boden und bräunlicher Tapete im kargen Zimmer abgeschreckt war. Ich habs mir ganz gemütlich eingerichtet und bin begeistert über mein eigenes Bad, meinen Vorraum mit Garderobe und riesem Kleiderschrank, meinen eigenen drei (!) Türen und vorallem über die Möglichkeit, kostenlos Wäsche zu waschen! Ich hab auch ein paar Bilder von meinem Zimmer bei Flickr reingestellt.

Die Leute auf meinem Korridor sehe ich nicht oft, allgemein gibts hier sowas wie WG-Leben leider gar nicht. Dafür hab ich ja schon am ersten Abend Petra kennengelernt, die in der 52, gleich um die Ecke wohnt. Zusammen mit Birte, Daniel und Cliff aus Münster sowie Yorck aus Freiburg, Editha aus Littauen und Mieke aus Holland sind wir der harte Kern von „Team Kantorsgatan“. Wir grillen und frühstücken oft zusammen, fahren gemeinsam zum Sprachkurs, zum Einkaufen und zu Ikea, veranstalten Scrubs- oder Spieleabende und machen Partys unsicher.

Zum Beispiel die komplett ausgeartete Party gestern bei der Snerikes-Nation. Ich wusste ja schon von meiner AEGEE-Zeit, dass Erasmusstudenten äußerst kontakt- und partyfreundlich sind, aber dass es nach einer Woche Sprachkurs schon Pärchen gibt hätt ich nicht erwartet… War jedenfalls sehr witzig, was wohl nicht an der Musik lag (war mäßig), sondern eher am gemeinsamen Vorglühen in Rackarberget, einem andern Wohnheim. Dementsprechend lau war der Unterricht heute, es war wirklich fast jeder von den Sprachkurslern da. Immerhin können wir jetzt sagen: „Jag är trött“ (Ich bin müde) und „Jag är backfull“ (Ich habe einen Kater).

Kantorsgatan

Ausflug zum See – Nachtrag zum 4. August

14 August 2007

Heute wunderschönstes Sommerwetter, ein See wie aus einem schwedischen Bilderbuch, der Duft von Wald in der Luft, gelegentlich vobeischwimmende Enten und platschende Fische. Ich saß auf einem warmen Stein in der Sonne und konnte die Füße ins laue Wasser baumeln lassen. Ein grandioses Picknick und schlafen in der Sonne. Zum ersten Mal seit langem war ich wirklich entspannt. Ohne schlechtem Gewissen, weil ich noch Theo lernen müsste und ohne eine riesige To Do-Liste im Kopf. Die Zeit vergehen lassen, ganz ohne Stress.

Ich kanns immer noch nicht ganz fassen. Das heute an dem See, das war wie als hätte ich es mir aussuchen dürfen. Da hat einfach alles gestimmt, die Sonne, die Luft, das Wasser. Riesige Libellen und ein Rabe, der circa 1 Meter an meinem aus dem Wasser schauenden Kopf vorbeiflog als Bonus dazu. Und sogar den großen Stein, auf dem man so gut sitzen kann, haben sie extra für mich aufgewärmt und da hin gelegt! Wahnsinn!

Ich hab wirklich Glück mit dem Leben. Verstehs nicht so ganz, wie alles immer genau so kommt, wie ich es mir wünsche. Ich will nach Island, auf einem Bauernhof arbeiten – es wird die schönste Zeit meines Lebens. Ich möchte Physik in Heidelberg studieren – Inzwischen bin ich cand. rer. nat.. Ich will Spanisch lernen und Barcelona sehen – ich hab einen super Sprachurlaub in Barca. Ich will nach Schweden zu meinem Erasmus-Jahr – man lässt mich nicht nur entgegen meiner Erwartung zu, es verspricht auch schon wieder großartig zu werden.

14 August 2007

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Endlich Nachricht aus Schweden!

5 August 2007

Hej tillsammans!

Ja, endlich gibts mal was zu lesen von mir… Ich hab leider immer noch kein Internet im Wohnheimszimmer und bin deswegen nur sporadisch online. Das wird hoffentlich bald anders.

Jetzt muss ich aufholen und euch alle kurz auf den aktuellen Stand bringen. Am Mittwoch bin ich in Uppsala angekommen, erst fünf Tage, und ich fühl mich schon ganz zu Hause. Ich hab schon viele nette Leute kennengelernt – hauptsächlich Internationals, weil die Schweden alle noch bis Ende August in Urlaub sind. Nebenan wohnt Petra aus Südtirol, mit der ich zusammen einkaufe, die Stadt besichtige, zur Uni fahre und abends koche. Gerade sitze ich bei einem andern Kommilitonen, der auch in meinem Wohnheim wohnt, und uns illegalerweise das W-Lan seines Mitbewohners zur Verfügung stellt. Bis eben saßen wir zu sechst in seinem Zimmer und hackten auf unsere PCs ein, glücklich, dass wir endlich mal Internet haben.

Und jetzt will er uns rausschmeißen. Ich bin auch brutal müde, deswegen verschiebe ich alles weitere auf später.

Freu mich über comments, meld mich bald zurück, gute Nacht!