Auf der Suche nach einer passenden Überschrift für diesen Artikel habe ich festgestellt, dass es verdammt viele Maigedichte gibt. Verblüffend, welchen Einfluss die Sonne hat. In Uppsala sorgt sie dafür, dass die Schweden bei geringen Temperaturzunahmen total aufgeregt aus ihren Löchern kriechen, oben ohne Beachvolleayball spielen, sich im Hof sonnen, plötzlich anfangen Mountain zu biken (ohne Berge…), und allerlei Draußenspiele spielen, zum Beispiel Kubb, ein Spiel bei dem man mit Holzklötzen auf andre Holzklötze wirft. (mehr…)
Archiv für die Kategorie ‘Studium’
Alles neu, macht der Mai
27 April 2008Vom Exkursieren und Kumpel Gabbro (knallhårt, knallsvart!)
27 April 2008Ich bin es ja gewohnt, mich mit winzigen Einheiten und Zahlen abzugeben, wie ein kleines Ångström oder ein Femtometer. Dieses Wochenende jedoch habe ich die Welt von einer andern Perspektive kennengelernt, von der des Geologen mit seinen Gesteinen, Mineralien und Gigajahren. Geowissenschaften ist mein Nebenfach und dafür muss ich unter anderm vier Exkursionstage bewältigen. Ich wollte das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, ein bisschen in schwedischen Landschaften rumkommen, Schwedisch üben und Punkte dafür kriegen, und so war ich am Samstag an der Küste bei Väddö und heute rund um Uppsala unterwegs. War etwas anstrengend, weil wir total früh los sind (ich war wie immer ungefähr 1 femtogigajahr zu spät), aber hat sich doch gelohnt. (mehr…)
Forschernatur
24 März 2008Mein Praktikum bei der Forschungsgruppe im Ångströmslaboratoriet ist ja eigentlich beendet, uneigentlich werd ich aber trotz Vorlesungen weiterhin das Büro benutzen dürfen und gelegentlich im Forschungskorridor vorbeischauen, da ich gemeinsam mit meinem Supervisor ein Paper über unsre Ergebnisse schreiben werde, dass wir in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlichen wollen (also alle eifrigen Leser des „Journal of Applied Cristallography“ Augen nach meinem Namen offenhalten!). Wenn das echt was wird fänd ichs klasse und würde mich noch wichtiger fühlen! (mehr…)
Pseudovoigt
18 Februar 2008Ok, also das Ganze funktioniert so: Der Röntgenstrahl kommt durch den Spalt und trifft in einem Winkel Theta auf die Probe, wo er reflektiert wird. Der Strahl wird reflektiert und schliesst wieder den Winkel Theta mit der Probe ein. Das Licht fällt auf einen Detektor, der die Intensität aufnimmt. Unter verschiedenen Winkeln ist die Intensität unterschiedlich hoch und aus der Kurve, die sich ergibt, wenn man diese Intensitäten über den verschiedenen Winkeln aufträgt, kann man Rückschlüsse über Schichtdicke oder Oberflächenstruktur der Probe schliessen. Also kann man einfach gesagt mit etwas Licht etwas über den Aufbau des Stoffes rausfinden. (mehr…)
Ångströmslaboratoriet – Kiruna – Deutschland
4 Dezember 2007Wohoo, bin ich froh, wenn Mittwoch Abend ist… Hab an meinem Geburtstag eine fünfstündige Klausur in Statistischer Mechanik (von 14.00 bis 17.00, Daumen drücken!), und eigentlich keinen blassen Schimmer und sowas von keinen Bock… Mit diesen Motivationsstörungen und nem Berg schlechten Gewissens schlag ich mich jetzt schon zwei Wochen rum, übermorgen ist es dann endlich vorbei. Und dann: Schön Abendessen mit meinen Freunden hier, Geschenke auspacken (juhuu!), endlich den Brief öffnen, auf dem steht, dass er explodiert wenn ich ihn vor dem 5. aufmachen. Am Donnerstag nochmal Uni, dann schnell packen und endlich winterfeste Schuhe kaufen und um 17:40 ist es soweit: Auf nach Kiruna! (mehr…)
Min första föreläsning på svenska
1 November 2007Eftersom jag är mycket intresserad av meteorologi och eftersom det inte finns någon meteorologiekurs i mitt hemuniversitet planerade jag att ta en nybörjarskurs på meteorologie här i Uppsala. Min kompis Falk, som är ochså intresserad av meteorologie, följde med till studiendirektören i Geocentrum. Hon sa att det fanns bara kurser på svenska. Så Falk och jag bestämmde oss att försöka att förstå det. (mehr…)
Studieren in Schweden, Teil II
29 Oktober 2007Hab schon lange nichts mehr von mir hören lassen, was vor allem daran liegt, dass bei mir schon die erste Studiperiod vorbei ist, welche ich letzte Woche mit einer fünfstündigen (!) Klausur abgeschlossen habe. Ohne Verschnaufspause gings zwei Tage später weiter mit einem neuen Kurs in „Fluid Mechanik“. Gehalten von „russisch Freund“ Vladimir Pavlenko in ebenso russischem Englisch, ohne Satzzeichen und ohne einmal Luft zu holen. Aber wenn man sich erstmal reingehört hat, eine super Vorlesung. In der ersten Stunde kam ich aus dem Staunen über schwedische Bildungspolitik nicht mehr hinaus. (mehr…)
15. Oktober – Semesteranfang
16 Oktober 2007Gestern hat in Deutschland das Semester wieder angefangen, für mich eine Gelegenheit, nochmal drauf hinzuweisen, dass ich zum ersten Mal in meinem Studium fleißig bin, schon anderthalb Schwedischkurse, anderthalb Meteokurse und einen Physikkurs fast abgeschlossen hab. Ich kenn mich selbst nicht wieder… Und sogar die elende Procrastination hab ich einigermaßen in den Griff bekommen, ich geh jetzt immer in die Bibliothek zum Lernen, das klappt wirklich! Gleich geh ich erst im „Centralbadet“ schön schwimmen und dann in die Bib zum Physiklernen, bis heute abend mein Sprachkurs anfängt. Ein gutes Gefühl, wenn man nicht ohne Unterlass ein schlechtes Gewissen haben muss, dass man wieder zu wenig geschafft hat. Das hat mich bis jetzt seit dem ersten Tag meines Studiums verfolgt. Endlich Ordnung in meinem Kopf!
Kulturschock? – Überwunden!
28 September 2007Ja, die Schweden. Am Anfang fand ichs ja noch ganz unterhaltsam, ihren Hang sich zu verkleiden. Aber inzwischen musste ich feststellen, dass diese Oberflächlichkeit schnell mal nerven kann. In Deutschland gibts auch Chics. Aber es gibt auch andre Leute. Und in Schweden scheints nur verschiedene Stufen der Tussigkeit zu geben. Am schlimmsten sind hier nicht die richtigen Tussis in Goldkleidchen, sondern die achso alternativen Indiemädchen mit Topfschnitt und Pünktchenkleid und Indiejungs mit roten Karottenjeans und Schnurrbart (bäh!). (mehr…)
Hexen stehen immer zwischen Birken
25 September 2007Ja, hab schon lang nichts mehr geschrieben, aber es ist auch nicht viel passiert… Sophie und Julian waren zu Besuch, was mich sehr gefreut hat, aber leider hatte ich wegen meinem großartigen Meteo-Referat über „Växthuseffekten“ wenig Zeit für die beiden. Am Freitag waren wir immerhin im Skansen-Park in Stockholm und haben Elche gesehen, aber keinen Vielfrass, waren also mäßig enttäuscht.
Am Wochenende hab ich meinem Bedürfniss nach Ruhe und meinem leeren Geldbeutel Folge geleistet und bin brav zu Hause geblieben, und hab vorm PC rumgegammelt. Vor lauter selbstauferlegter Melancholie hab ich das schöne Wetter draußen total übersehen und verpasst, dass es plötzlich noch mal ein paar Tage gold-herbstlich warm war statt spätherbstlich regnerisch-kalt. Ich hab mich nach Heidelberg gesehnt und bei einer Fika mit Julia aus Berlin stundenlang diskutiert, warum die Schweden nur alle so anstrengend aufgedresst und oberflächlich sind, und wo bitte die lockeren, netten Leute in ihrer Freizeit hingehen, da wo ich bisher aus war, waren sie nicht. (mehr…)



